Wir haben am Dienstagabend im Bahnhof Bern ein grosses Transparent mit der Aufschrift «Chiapas, Rojava, Davos – es gibt kein ruhiges Hinterland! Riseup4Rojava Demo 31.1. Bern» gehängt und Flyer mit «Jin Jiyan Azadi», «Defend Rojava» geworfen sowie Informationsflyer verteilt.

Chiapas und Rojava sind zwei wichtige Pfeiler im antikapitalistischen und antipatriarchalen Kampf. Sie sind zwei funktionierende und lebendige Alternativen zum bestehenden kapitalistischen und patriarchalen System, welches uns nur noch Krieg, Ausbeutung und Elend bereithält. Wir können von den Kämpfen der Gesellschaften in Chiapas und Rojava lernen, denn wir wollen auch hier in der Schweiz für eine revolutionäre Perspektive kämpfen!
Davos steht sinnbildlich für das Herzen der Bestie, für die Schweiz welche sich an jedem Krieg, an jeder Umweltzerstörung und an jeder Ausbeutung bereichert! Wir können hinschauen, wo wir wollen, und wir finden schweizer Kapitalinteressen überall:

In der Schweiz wird Gold verarbeitet, welches aus dem Sudan stammt und dort beiden Seiten des Krieges zur Finanzierung ihrer Kämpfe dient.
Die Schweiz versteckt sich hinter dem Schutzmachtmandat Iran und hält sich somit gute Beziehungen mit dem Mullahregime aufrecht, welches aktuell gerade tausende von Menschen auf der Strasse erschiesst und über 40.000 Menschen in den letzten Tagen eingesperrt hat.
Es sind schweizer Waffen aus Thun, die die Mörder der ICE in den USA auf ihren Menschenjagden tragen und einsetzen.
Es sind Mikrochips von schweizer Firmen und aus schweizer Produktion die in russischen Angriffsdrohnen gegen die Ukraine zum mörderischen Einsatz kommen.
Es ist ein schweizer Diplomatenbesuch beim Jihadisten Jolani in Syrien während zeitgleich nur 300 km vom Treffen entfernt Massaker an der kurdischen Bevölkerung verübt werden.
Es sind überreiche schweizer Kapitalisten wie Daniel Jaeggi, Alfred Gantner und Jean-Frédéric Dufour die dem Faschisten Trump Milliardengeschäfte versprechen, um ihre eigenen Profite zu sichern

All die Beispiele zeigen, wie das schweizer Kapital und die schweizer Politik in der Verantwortung stehen, wenn es um Krieg und Zerstörung weltweit geht. So auch in Rojava, mit der Unterstützung von Jolani und dem Wegschauen der schweizer Politik macht sich die Schweiz einmal mehr Mitschuldig, wenn Menschen vertrieben, verfolgt und getötet werden.

Daher sagen wir, es darf kein ruhiges Hinterland geben. Die Kapitalisten und verantwortlichen Politiker:innen dürfen hier keine Ruhe kriegen. Wie wir es in den letzten Tagen bereits gemacht haben, müssen wir fortfahren – der Hauptstadt keine ruhige Minute gönnen, den Widerstand vervielfältigen und an alle Orte tragen, zu jeder Tages- und Nachtzeit!

Alle an die grosse Demo am kommenden Samstag – und wer will gerne mit uns in den Internationalistischen Block!

31.01.2026 – 14 Uhr – Schützenmatte -Bern

https://barrikade.info/article/7372

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