Das revolutionäre Projekt in Rojava wird seit einigen Tagen massiv von den HTS und SNA Söldnern angegriffen. Während unsere Freund*innen unerbitterlichen Widerstand leisten, geht es den imperialistischen Mächten, wie nicht anders erwartet, nur um die eigenen Interessen. Sei es Ursula von der Leyen, die dem neuen syrischen Bandenchef die Hand schüttelt und 620 Millionen Euro zusichert, während seine Anhänger Aleppo angreifen. Oder der deutsche Bundeskanzler Merz, welcher al-Jolani (al-Sharaa) gleich zu sich nach Deutschland einlädt, um seinen Abschiebungsgelüste zukünftig in Taten umzusetzen. Das der syrische «Übergangspräsident» nun doch keine Zeit hatte und sowohl Merz wie auch dem WEF in Davos eine Absage erteilte, interessiert uns nur sehr wenig. Deshalb sind wir gestern Abend (22. Januar) zum deutschen Honorarkonsul an der Engelstrasse in Zürich und haben Farbe gegen das Gebäude geworfen.

Spoileralarm: Aktuell steht nicht nur der deutsche Staat auf unserer Liste!
Geopolitische Interessen veranlassen die Grossmächte dazu, al-Jolani bereitwillig ökonomische und militärische Hilfestellung zu leisten und versuchen so auf die Geschehnisse Einfluss zu nehmen. Al-Jolani der Anführer der HTS und ehemaliger Kämpfer von al-Quadi sowie al-Nusra, nahm wieder sein bürgerlichen Namen Al-Sharaa an und wechselte den Kampfanzug gegen etwas Eleganteres. Schon ist seine dschihadistische Herkunft vergessen und er bewegt sich nun auf dem internationalen Parket der Grossmächte, welche um ihren Einfluss auf das neue Regime buhlen. Diese Grossmächte sind fleissig darum bemüht, die Wurzeln der HTS schönzuschreiben und sie als einen respektablen Partner in der Region zu präsentieren. Daher verfolgt das neue Regime in Damaskus als Schachfigur imperialistischer Mächte eine klare Eskalationsstratgie gegenüber dem demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien. Errungenschaften der Revolution wie die Frauenbefreiung oder Gleichheit unter den Völkern wird ins Visier genommen.

Aktuell rund um Kobane, Heseke und Til Tamir finden Angriffe der HTS- und SNA-Banden statt und das türkische Militär schiesst mit schwerer Artillerie. Die Überreste des IS nutzen die Situation, um sich zu reorganisieren und sich mit Ihresgleichen unter den Bannern der HTS zu vereinen, um Rache an der Niederlage zu üben. Doch an allen Frontlinien leisten die Genoss*innen von SDF und YPJ unermüdlichen Widerstand und legitime Selbstverteidigung.


Viele unserer Freund*innen haben im Kampf gegen eben diese Milizen ihr Leben für die Rojava Revolution gegeben. Voller Trauer und Wut gedenken wir ihnen. Lassen wir den revolutionären Internationalismus keine hohle Phrase sein und mischen wir uns aktiv in den Kampf mit ein. Stehen wir Seite an Seite mit ihnen! Die Verbündeten des Feindes, die Unterstützer und Kriegstreiber sind auch hier in der Schweiz zu finden. Lassen wir ihnen kein ruhiges Hinterland.

Bijî Berxwedana Rojava!

https://barrikade.info/article/7365

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